Beiträge

Im Interview Univ.-Prof. DI Dr. Azra Korjenic, ordentliche Universitätsprofessorin und Leiterin des Forschungsbereiches Ökologische Bautechnologien an der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwesen der Technischen Universität Wien, mit Peter Skala, Plattform MeineRaumluft. Persönliche 15 Minuten sowie zusätzliche 24  Minuten im Deepdive.

Insights

Die Forschungsaktivitäten von Azra Korjenic  decken ein breites Spektrum von Themen in den Bauingenieurwissenschaften ab: Entwicklung neuer ökologischer Materialien und Konstruktionen, Gebäudebegrünung, Smart- und Green-Cities,  Bauphysik sowie innovatives und nachhaltiges Bauen.

Auszeichnungen

Auch in der nationalen und internationalen Scientific Community der Bauphysik/Bauökologie ist Korjenic gut vernetzt. Sie ist Editorial board member und Reviewer diverser internationaler Journals und Konferenzen, wie Energy and Buildings, Energie, Sustainable Cities and Society und Renewable and Sustainable Energy, Mitglied in internationalen Arbeitsgruppen im Bereich ökologisches und innovatives Bauen, sowie Mentor bzw. Co-Mentor bei Dissertationen an diversen Partneruniversitäten. Korjenic ist Autorin bzw. Co-Autorin von über 400 wissenschaftlichen Veröffentlichungen, davon sind über 180 in peer-reviewten Zeitschriften erschienen. Weitere Projekte: Innovationsnetzwerk natuREbuilt und MehrGrüneSchulen.

Publikationen

Auszeichnungen (Auszug)

  • 2022: Sustainability Award
  • 2022: Clusterland Award
  • 2018: Best Lecture Award TU Wien
  • Alle Auszeichnungen finden Sie hier

on15air :: 15 Minuten Impulse und Anregungen; gehört als Podcast auf Apple/Google/Spotify oder online gesehen als Videocast auf YouTube und bei MeineRaumluft :: einmalig im deutschsprachigen Innenraum.

Luftverschmutzung bedroht weltweit die Gesundheit und das Klima. Über 90 Prozent der Menschen atmen verunreinigte Luft. Das kann zu Schlaganfällen, Herz- und Lungenerkrankungen, Krebs und mehr führen. Verschmutzte Luft tötet jährlich 6,7 Millionen Menschen, und 2,4 Milliarden Menschen sind gefährlich hohen Haushaltsluftverschmutzungsgraden ausgesetzt.

Um das Bewusstsein für dieses globale Problem zu schärfen, haben die Vereinten Nationen den 7. September  bereits zum dritten „International Day of Clean Air for blue skies“ erklärt.

Gesundheitliche Auswirkungen: Winzige, unsichtbare Schadstoffpartikel dringen tief in unsere Lungen, Blutkreislauf und Körper ein. Etwa ein Drittel der Todesfälle durch Schlaganfall, chronische Atemwegserkrankungen, Lungenkrebs und ein Viertel der Todesfälle durch Herzinfarkt gehen auf diese Schadstoffe zurück. Bodennahes Ozon, das durch die Wechselwirkung verschiedener Schadstoffe im Sonnenlicht entsteht, löst auch Asthma und chronische Atemwegserkrankungen aus.

Klimaauswirkungen: Kurzlebige Klimaschadstoffe (SLCPs) sind stark mit Gesundheitseffekten und kurzfristiger Erwärmung des Planeten verbunden. Sie verweilen nur wenige Tage bis Jahrzehnte in der Atmosphäre. Daher kann ihre Reduzierung sofortige gesundheitliche und klimatische Vorteile für Menschen bringen, insbesondere an Orten, wo die Werte sinken.

„Die ständige Luftzirkulation verbindet Innen- und Außenluft. Luftverschmutzung beeinträchtigt die Gesundheit und verschärft die Klimakrise. Die EU hat bereits viel für saubere Luft erreicht, doch es bedarf weiterer Maßnahmen. Investitionen in reine Luft bedeuten Investitionen in Gesundheit und Klima“, sagt Peter Skala von MeineRaumluft.

#TogetherForCleanAir
In diesem Jahr lautet das Motto „Gemeinsam für saubere Luft“, das die Bedeutung verstärkter Partnerschaften, erhöhter Investitionen und gemeinsamer Verantwortung zur Bekämpfung der Luftverschmutzung unterstreicht. Angesichts der grenzüberschreitenden Auswirkungen von Luftverschmutzung liegt es in der Verantwortung aller Beteiligten, die Erdatmosphäre zu schützen und für saubere Luft zugunsten aller zu sorgen.

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Holcim Österreich ist neuer Partner unserer Plattform. Die Konzernmutter, die Holcim AG mit der Marke Holcim, gehört zu den grössten Baustoff-Produzenten der Welt und hat ihren Hauptsitz in Zug in der Schweiz.

Die ökologische, soziale und ökonomische Verantwortung ist die Basis deren unternehmerischer Tätigkeit. Um die Weiterentwicklung von Baustoffen ständig voranzutreiben stellt Holcim die Bedürfnisse seiner Kunden in den Mittelpunkt, legen Wert auf langfristige Partnerschaften und bieten innovative Lösungen für mehr Sicherheit, höheren Komfort und nachhaltiges Bauen.

Künftig will man sich aber nicht nur auf klima­freundliche Betone und Zemente fokussieren. Die Neuausrichtung soll mittelfristig auch neue ­Geschäftsfelder eröffnen. Man wolle weg vom reinen Zement- und Beton­geschäft und sich verstärkt zum Lösungsanbieter entwickeln, berichtet Kren. In der Gruppe trägt der Geschäfts­bereich Solutions & Products bereits wesentlich zum Umsatz bei. Das sei auch für Österreich geplant, so Berthold Kren, CEO Holcim Österreich.

Als weltweit führender Anbieter von innovativen und nachhaltigen Baulösungen hat sich Holcim dazu verpflichtet, eine wesentliche Rolle im Übergang in eine Netto-Null-Zukunft zu spielen. In der Thematisierung des Gebäude- und Raumklimas gehört MeineRaumluft zu den engagiertesten und umfangreichsten Initiativen im deutschsprachigen Raum.

Herzlich Willkommen als offizieller Partner der unabhängigen Plattform MeineRaumluft!
Gut im Bild, vrnl.: Berthold Kren, CEO Holcim Österreich :: Peter Skala, Plattform MeineRaumluft

Im Interview Univ.-Prof. Dr. Joseph Strauss, Universität für Bodenkultur Wien BOKU und Zentrum für Biologische Ressourcen, Campus Tulln, mit Peter Skala, Plattform MeineRaumluft. Persönliche 15 Minuten sowie zusätzliche 18 Minuten im Deepdive.

Insights

Joseph Strauss wurde 2011 zum Universitätsprofessor für Genetik und Genomforschung mit Spezialgebiet „Schimmelpilze“ berufen und leitet dort seither seine Arbeitsgruppe, sowie das Institut für Mikrobielle Genetik und hat auch auch das Department für Angewandte Genetik von 2017 bis 2022 geleitet. Von 2006 bis 2010 hat er den Forschungsbereich „Funktionelle Genomforschung der Pilze“ bei der damaligen Austrian Research Centers (ARC, heute AIT) aufgebaut.

Davor war er von 2000 bis 2005 Forschungsleiter der Arbeitsgruppe „Mikrobielle Genetik“ am Institut für Angewandte Genetik und Zellbiologie an der BOKU Wien sowie Gründer und Gesellschafter der Firma „Ecowork Laboratories“, und dort das Thema genetische Umweltanalytik aufgebaut.

Kurzlebenslauf Joseph Strauss

Forschungsinteressen und Themenschwerpunkte

In der Forschungsgruppe arbeitet Joseph Strauss mit seinen Kolleginnen und Kollegen am Verständnis der „inneren molekularen Uhr“ von Pilzzellen, um ihre ökologische Funktion besser zu verstehen, und wie sie Krankheiten auslösen und Pilzgifte produzieren können. Eine eigens dafür gegründete Forschungsplattform der Gruppe widmet sich der Nutzung von Pilzen als Quelle für neue Antibiotika und Wirkstoffe für Medizin und Landwirtschaft. Die Gruppe befindet sich in der internationalen Top-Liga der Pilzforschung und publiziert regelmäßig in den angesehensten wissenschaftlichen Journalen. Daneben ist die Gruppe im Bereich „Citicen-Science“ sehr engagiert und versucht, ihre Wissenschaft der Gesellschaft verständlich zu kommunizieren.

Engagement

Universität für Bodenkultur Wien :: Department für Angewandte Genetik und Zellbiologie, Institut für Mikrobielle Genetik IMiG, Universitäts- und Forschungszentrum Tulln, Zentrum für Biologische Ressourcen BOKU Campus Tulln

Veröffentlichungen (Populärwissenschaftlich und Referenzlisten der wissenschaftlichen Veröffentlichungen)

  • Bioactive Microbial Metabolites, BIMM 2.0 Video
  • Vom Innenleben einer Pilzzelle: Virtual-Reality Video
  • Die biologisch-ökologische Perspektive auf Umwelt und Gesellschaft in Österreich (Zusendung auf Anfrage): Schriftenreihe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, KIOES Opinions 8 (2018): 71–84. doi: 10.1553/KIOESOP_008
  • weitere Fachliteratur von Univ. Prof. Dr. Joseph Strauss (https://boku.ac.at/dagz/strauss)

Buchempfehlung

Philipp Blom, Die Welt aus den Angeln, Link

on15air :: 15 Minuten Impulse und Anregungen; gehört als Podcast auf Apple/Google/Spotify oder online gesehen als Videocast auf YouTube und bei MeineRaumluft :: einmalig im deutschsprachigen Innenraum.

Gebäude sind verschiedenen Folgen des Klimawandels ausgesetzt und müssen zukunftsfit gemacht werden. Dazu gehören auch Maßnahmen mit Einfluss auf das Innenklima des Gebäudes, wie Dämmungs-, Heiz-, und Kühlungssysteme sowie der Einsatz von energie-sparenden Technologien und klimaregulierenden Baustoffen.

Wegen des individuellen Empfindens und der Anpassungsfähigkeit des menschlichen Körpers, lässt sich Behaglichkeit nicht einheitlich messen. Allerdings ist es möglich, Raumzustände herzustellen, in denen sich die meisten Menschen besonders wohl fühlen.

„In der technischen Gebäudeplanung müssen dafür Aspekte der thermischen Behaglichkeit, also das Raumklima und die Raumluftqualität berücksichtigt werden“, argumentiert Peter Engert, Geschäftsführer der ÖGNI.

Stolz im Bild: Peter Engert, Geschäftsführer ÖGNI :: Peter Skala, MeineRaumluft :: Andreas Köttl, Präsident ÖGNI 

Die ÖGNI machte sich bereits im Rahmen der Arbeitsgruppe „Benchmarks im Betrieb“ zur Aufgabe, Kriterien zu definieren, die behagliche Raumzustände beschreiben. Neben Definitionen für Komfortbereiche für Kriterien wie Raumlufttemperatur, CO2-Gehalt, Lichtqualität oder Raumluftfeuchte beschäftigt sich dieses Positionspapier auch mit Anforderungen an die technische Gebäudeausrüstung. 

„Durch die Partnerschaft von ÖGNI und MeineRaumluft intensiviert sich Thematisierung, und somit auch die Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit eines gesunden Raumklimas, quer durch alle klimarelevanten Branchen“, so Peter Skala, MeineRaumluft

Die ÖGNI – Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft, ist eine NGO zur Etablierung der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche. Die ÖGNI zertifiziert Bauprojekte nach DGNB-System. Ziel der ÖGNI ist es, den Mehrwert von Gebäudezertifizierungen aufzuzeigen, um umwelt- und ressourcenschonende Gebäude, mit hoher wirtschaftlicher und sozialer Effizienz zu schaffen.

Bildquelle: Milagros Martínez-Flener/ ÖGNI