Die Initiative PrimaBüroKlima hat zum fünften Mal die Raumluftqualität in deutschen Büros untersucht. Für die von OFFICE ROXX / PRIMA VIER Verlag durchgeführte Befragung wurden mehr als 600 Bürobeschäftigte befragt. Die Ergebnisse zeigen:

Das Bewusstsein für gesundes Raumklima ist hoch, spürbare Verbesserungen bleiben jedoch vielerorts aus. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob sich ähnliche Ergebnisse auch in Deutschland und der Schweiz zeigen.

Als Gründungs- und Kooperationspartner engagiert sich die unabhängige Plattform MeineRaumluft gemeinsam mit weiteren Partnern für die Förderung gesunder Innenraumluft und eines optimalen Büroklimas.

Büroklima leicht verbessert

Die Teilnehmer bewerteten das Raumklima in ihrem Büro durchschnittlich mit der Schulnote 2,8. Damit liegt der Wert leicht über den Ergebnissen der Vorjahre (2024: 3,0; 2023: 3,3), bewegt sich jedoch weiterhin nur im mittleren Bereich. Ein klarer Aufwärtstrend ist bislang nicht erkennbar.

Beschwerden gehören weiterhin zum Arbeitsalltag

Die häufigsten Beschwerden entsprechen denen der Vorjahre. 43 Prozent der Befragten leiden unter trockenen Augen, 28 Prozent berichten von Kopfschmerzen und 25 Prozent von Konzentrationsproblemen. Nur zwölf Prozent gaben an, keinerlei Beschwerden zu verspüren. Insgesamt zeigt sich: Die gesundheitlichen Auswirkungen eines unzureichenden Raumklimas sind nach wie vor weit verbreitet.

Frischluft bleibt eine Herausforderung

75 Prozent der Befragten lüften ihre Büroräume weiterhin über Fenster. Lediglich 16 Prozent werden über Klima- oder raumlufttechnische Anlagen mit Frischluft versorgt. Besonders kritisch: Neun Prozent arbeiten nach eigenen Angaben in Räumen ohne geregelte Frischluftzufuhr.

Auch beim Lüftungsverhalten zeigt sich wenig Veränderung. Die Mehrheit lüftet lediglich ein- bis viermal täglich, während 14 Prozent überhaupt nicht stoßlüften.

Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität als Problemfelder

Die größten Kritikpunkte betreffen weiterhin die raumklimatischen Bedingungen. 43 Prozent empfinden ihre Büros als zu warm, 30 Prozent als zu kalt. Mehr als die Hälfte beklagt zu trockene Luft, fast jeder Zweite eine unzureichende Frischluftversorgung.

Zudem besteht weiterhin Unsicherheit über die optimale Luftfeuchtigkeit in Innenräumen. Nur 30 Prozent der Befragten wussten, dass ein Bereich zwischen 40 und 60 Prozent als ideal gilt.

Monitoring gewinnt an Bedeutung

Positiv entwickelt sich der Einsatz von CO₂-Messgeräten. Mittlerweile überwachen 21 Prozent der Unternehmen die Luftqualität aktiv – mehr als in den Vorjahren. Dennoch verzichtet noch immer fast jedes zweite Unternehmen auf ein systematisches Raumluftmonitoring.

Bei Luftreinigern setzt sich dagegen der rückläufige Trend fort. Nur noch 16 Prozent der Befragten nutzen entsprechende Systeme. Auch Grünpflanzen verlieren an Bedeutung: Erstmals überwiegen Büros ohne nennenswerten Pflanzenbestand.

Sinkende Investitionsbereitschaft

Trotz anhaltender Probleme nimmt die Bereitschaft zur Investition in Maßnahmen zur Verbesserung des Raumklimas ab. Nur noch 18 Prozent der Unternehmen planen entsprechende Ausgaben. Am häufigsten gewünscht werden Verbesserungen bei Temperaturregelung, Frischluftversorgung und Luftqualität.

Fazit

Die Ergebnisse der PrimaBüroKlima-Umfrage 2025 zeigen ein gemischtes Bild. Zwar hat sich die Zufriedenheit mit dem Büroklima leicht verbessert, die zentralen Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Trockene Augen, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme sowie Defizite bei Temperatur, Luftfeuchte und Frischluftversorgung prägen weiterhin den Büroalltag vieler Beschäftigter.

  • Die ausführliche Auswertung der Befragung findet sich hier.

Ohne gezielte Investitionen und ein konsequentes Raumluftmanagement wird sich daran wenig ändern. Ein gesundes Innenraumklima bleibt damit eine der wichtigsten Stellschrauben für Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität im Büro.

Qualitativ Büro-Messaktion untermauert diese Umfrage:

MeineRaumluft-Messungen in 100 Büroeinheiten, Österreich – alle Ergebnisse.

PrimaKlassenKlima-Broschüre mit lernbegleitenden Unterlagen für gesunde Raumluft und Wohlbefinden in Schulen und Kindergärten.

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Messinititative von MeineRaumluft: Unsere österreichische  Initiative „PrimaBüroKlima“ nahm erstmals in Mitteleuropa 100 qualitative Messungen in Büroräumen vor. Das Ergebnis zeigt den Verbesserungsbedarf bei der Qualität des Raumklimas am Arbeitsort.

Es wurden qualitative Messungen der Raumluftqualiät in 100 heimischen Büroräumen durchgeführt. Diese kostenfreien und anonymen Messungen wurden in Zusammenarbeit der Plattform MeineRaumluft.at sowie dem OETI (Institut fuer Oekologie, Technik und Innovation) angeboten. Unternehmen in Ostösterreich konnten sich für die Messaktion anmelden. Für diese anspruchsvolle Form der Raumluftmessungen ist OETI auf die ISO 16000 Teil 2,3,6,9 und 11 sowie die EN 16516 akkreditiert. Die Messungen fanden durch geschultes Technikpersonal von 16. April 2024 bis 17. Juni 2024 statt. Rechtzeitig zur Heizsaison liegen nun die ausgewerteten Ergebnisse vor.

Kurzfassung der Ergebnisse:

  • Luftfeuchtigkeit: In 25,3 % der Büros wurde eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit gemessen, was Augenreizungen und Atemwegsprobleme verursachen kann.
  • TVOC (flüchtige organische Verbindungen): In 15 % der Büros wurden auffällige Konzentrationen festgestellt, die Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme fördern können.
  • Formaldehyd: Erhöhte Werte wurden nicht festgestellt.
  • Feinstaub: Die WHO-Grenzwerte für PM2,5 wurden in keinem Fall überschritten.
  • Messergebnisse: im Detail

Fazit: Rund 72 % der befragten MitarbeiterInnen berichteten von Symptomen wie Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche, was die Wichtigkeit einer besseren Raumluftqualität in Büros unterstreicht.

Die Risikobewertung von Schadstoffen erfolgt meist einzeln, wobei jede Chemikalie separat geprüft wird. Ich appelliere an die Gesundheitsforschung, auch die Auswirkungen von Schadstoff-Mischungen, Stichwort Cocktail-Effekt, intensiver zu untersuchen und entsprechend breit zu kommunizieren, Peter Skala, Plattform MeineRaumluft.

MeineRaumluft und OETI danken den offiziellen Plattformpartnern sowie den Unterstützern dieser ersten qualitativen Büro-Messaktion in Mitteleuropa.

  • WEKA Industriemedien mit TGA, HLK, SOLID bau
  • DIE UMWELTBERATUNG 
  • Teamgnesda, zukunftsfähige Arbeitswelten
  • Deutsches Institut für moderne Büroarbeit DIMBA
  • Dr. Heinz Fuchsig, Arbeits- und Umweltmediziner
  • Ing. DI Armin Rebernig, Baubiologe und Gebäudeanalytiker
 

Trockene Raumluft – Belastung für Haut und Gesundheit

Trockene Raumluft ist in der kalten Jahreszeit ein häufig unterschätztes Problem. In vielen Wohn- und Bürosräumen fällt die relative Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 30 %, teilweise sogar unter 20 %. Die Kombination aus kalter Außenluft, die beim Lüften in die Räume gelangt, und warmer Heizungsluft verstärkt die Trockenheit zusätzlich.

Baustoffe und Wandmaterialien ohne Feuchte- und Temperaturpuffer verstärken den Feuchtigkeitsverlust in Räumen. Das wirkt sich nicht nur auf Atemwege, Schleimhäute und Augen aus, sondern auch auf die Haut: Sie wird spröde, trocken und rissig. Quälender Juckreiz oder verschlechterte Hautzustände bei Ekzemen können die Folge sein. Zudem erhöht trockene Luft die Staubbelastung und die Überlebensfähigkeit von infektiösen Viren in der Luft.


Prof. Dr. Robert Löwe: Hautgesundheit im Winter – Schrumpelig wie ein Apfel

Bei zu geringer Luftfeuchtigkeit verliert die Haut Feuchtigkeit, wird spröde, rissig und kann jucken – ähnlich wie die Oberfläche eines zu trocken gelagerten Apfels. Prof. Dr. Robert Löwe, Oberarzt an der Universitätsklinik für Dermatologie der MedUni Wien, empfiehlt eine relative Luftfeuchtigkeit von 40–60 %. Darunter leiden Haut und Schleimhäute deutlich, bestehende Hautprobleme wie Ekzeme oder trockene Lippen verschlimmern sich, und die Haut wird empfindlicher gegenüber belastenden Einflüssen.


Tipps für gesunde Raumluft und Haut in der Heizsaison

Richtig lüften: Kurz und intensiv lüften, statt dauerhaft gekippter Fenster. Ein kompletter Luftaustausch alle Stunde ist effektiver und energieschonender.

Luftfeuchtigkeit erhöhen: Pflanzen aufstellen, feuchte Wäsche in der Wohnung trocknen, Badezimmer regelmäßig entlüften oder Luftbefeuchter verwenden. Hygienisch arbeiten und Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer überwachen.

Bauweise beachten: Beim Neubau oder bei Renovierungen auf wärme- und feuchtigkeitsregulierende Materialien setzen, z. B. hochwertige Ziegel, Kalkputze oder diffusionsoffene Farben.

Ernährung und Hydratation: Ausreichend Wasser und Tee trinken, frisches Obst und Gemüse fördern die Hautfeuchtigkeit von innen.

Gemäßigt heizen: Die ideale Temperatur für Wohn- und Büros liegt bei 20–22 °C. Wärmere Kleidung ist besser als überheizte Räume.

Der FMday24 findet bereits zum neunten Mal statt und wird von Facility Management Austria (FMA) und International Facility Management Association (IFMA) Austria organisiert. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto „Realitäten erkennen. Perspektiven schaffen.“

Der FM-Day schafft „Wissen mit Weitblick“, verbindet Fachwissen mit strategischem Denken und fördert Innovationen, die aktuelle und zukünftige Herausforderungen meistern.

Als renommierter IndoorAir-Ambassador war Peter Skala, Initiator der unabhängigen Plattform MeineRaumluft DACH, vor Ort.

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Der 15. Klima-Tag des FGK in Düsseldorf bot eine Plattform für den Austausch zwischen Mitgliedern sowie Experten aus Planung, Anlagenbau, Komponentenherstellung, Politik und Wissenschaft.

Die Veranstaltung bot vielfältige Fachvorträge, und zwischendurch auch eine spontane  Diskussionen zu den Herausforderungen der Öffentlichkeitsarbeit und der Formulierung klarer Botschaften im B2B-Bereich. Besonders im Fokus stand, wie technisches Know-how und branchenspezifische Inhalte verständlich an die Öffentlichkeit und Marktteilnehmer vermittelt werden können. Die Plattform MeineRaumluft DACH war durch den Co-Gründer Peter Skala als Gastteilnehmer vertreten.
 
Eine zentrale Erkenntnis aus den Diskussionen war, dass der ursprünglich auf die Luftqualität beschränkte Fokus zunehmend auf eine ganzheitliche Betrachtung des Innenraumklimas ausgeweitet werden sollte. Diese erweiterte Perspektive umfasst neben der Luftqualität auch Faktoren wie thermischen Komfort, Beleuchtung und Lärmbelastung – allesamt wesentliche Elemente eines gesunden Raumklimas. Die Plattform MeineRaumluft möchte zudem hervorheben, dass der oft vernachlässigte Aspekt des Geruchs einen weiteren, unterschätzten Faktor für das Wohlbefinden in Innenräumen darstellt.

Eine technische Gebäudeausrüstung, die die funktionsgerechte Nutzung der Räume sicherstellt, sollte heute selbstverständlich sein. Von zentraler Bedeutung sind Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Menschen im Gebäude, so Frank Ernst, Geschäftsführer des FGK.

Der Fachverband Gebäude-Klima (FGK), mit rund 300 Mitgliedsunternehmen und fast 49.000 Beschäftigten, erwirtschaftet gemeinsam etwa 9 Milliarden Euro jährlich und ist ein bedeutender Akteur der Gebäude-Klimabranche im DACH-Raum.

In modernen Gebäuden sind sowohl eine funktionale technische Ausrüstung in Kombination mit funktionale Baustoffe und insbesondere im Vorfeld die architektonischen Aspekte von Bedeutung, Peter Skala, MeineRaumluft.

Als renommierter IndoorAir-Ambassador war Peter Skala, Initiator der unabhängigen Plattform MeineRaumluft DACH, vor Ort.