Schulschluss ohne rauchende Köpfe

Tief durchatmen und konzentriert loslegen: MeineRaumluft.at hat 5 Tipps zum Lern-Erfolg. Denn schlechte Raumluft ist ein Konzentrations-Killer und macht Kindern das Lernen schwer. Eine unterschätzte Ursache: falsches Putzverhalten in Innenräumen, so eine neue US-Studie*.

Kinder und Jugendliche haben in den nächsten Wochen besonders viel um die Ohren. Einen Höhepunkt finden Stress und Belastung in der heißen Prüfungsphase zu Semesterende. Jetzt heißt es tief Luft holen und durchhalten. Dabei ist volle Konzentration gefordert – und gerade diese macht SchülerInnen und StudentInnen oft Probleme.

Eine der Hauptursachen dafür ist schlechte Raumluft, stellt MeineRaumluft.at, die größte, unabhängige Themenplattform für ein gesundes Raumklima, fest.

Die Lösung: 5 Tipps von MeineRaumluft.at für Eltern, um ihre Kinder optimal beim Lernen zu unterstützen – mit gesunder Luft zur Förderung der Konzentrationsfähigkeit und des Leistungsvermögens.

1. Putzen, aber richtig: die Raumhygiene

Wer das Kinder- und Jugendzimmer permanent blitzblank putzt, tut dem Nachwuchs nicht unbedingt etwas Gutes. Denn Reinigungsmittel können – ebensowie Deos, Shampoos, Parfüms, Raum- und Desinfektionssprays, Klebstoffe, Zigaretten- oder Kerzenrauch – sogenannte VOCs (Volatile Organic Compounds, also gas- und dampfförmige Stoffe organischen Ursprungs in der Luft) enthalten. Und diese beeinträchtigen unsere Raumluft wesentlich. Laut einer aktuellen US-Studie* sind diese Alltagsprodukte Gift für die Raumluft: Sie verursachen 38 % der gesamten VOC-Belastung und haben damit einen ebenso hohen Anteil wie Auto-Abgase!

Daher: Keinesfalls mit belastenden Putzmitteln anrücken. Die von MeineRaumluft.at begleitete Diplomarbeit** „Luft als Lebensmittel“ in der Wiener HBLVA für chemische Industrie zeigt: Die VOC-Werte im Raum steigen bei der Verwendung von Alltagsprodukten drastisch an. Binnen einer Stunde auf das Doppelte, wenn im Wohnraum zum Beispiel Teelichter angezündet werden. Und innerhalb weniger Minuten auf das Zehnfache beim Einsatz von Haarspray, Deo und Nagellack.

Wenn man bedenkt, dass wir 90 % unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, wird klar: Hände weg von schädlichen Produkten. Dies am besten schon beim Einkauf, wie Mag. Manuela Lanzinger von DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt: „„Achten Sie beim Kauf von Alltagsprodukten auf Gütesiegel wie das Österreichische Umweltzeichen, um unnötige Belastungen Ihrer Innenraumluft zu vermeiden.“ “

2. Regelmäßig lüften: ausreichende Sauerstoffzufuhr

Ohne Sauerstoff arbeitet das Gehirn beim Lernen nicht richtig, die Studenten und Youngsters werden müde und unkonzentriert. Da hilft nur Lüften, wie eine dänische Studie3zur Auswirkung schlechter Innenluftqualität und hoher Innentemperaturen auf die Leistungsfähigkeit von SchülerInnen zeigt: Die Arbeitsgeschwindigkeit steigt um durchschnittlich 8%, wenn man verstärkt Außenluft zuführt.

Diesen positiven Effekt verdanken wir den Luftionen in der Raumluft. Diese geladenen Moleküle machen die Luft „frisch“ und steigern die menschliche Leistungsfähigkeit, wenn ihr Anteil in der Luft erhöht wird.

Daher immer wieder stoßlüften, also das Fenster einige Minuten lang ganz öffnen. Eine Alternative kann eine Lüftungsanlage mit Filtern sein. Auch Baustoffe tragen ihren Teil zu einem optimalen Raumklima bei. Achten Sie bei Neu- und Umbauten auf den Einsatz natürlicher, mineralischer Baustoffe und -materialien, um ein gesundes Raumklima zu erzielen.

3. Das Wohlbefinden steigern: die optimale Luftfeuchtigkeit

Wer kennt nicht das Problem trockener Augen bei langer Bildschirmarbeit bzw. andauerndem Lesen? Zwischendurch heißt es daher immer wieder kleine Pausen einlegen, den Blick auf Gegenstände im Zimmer richten, mit den Lidern blinzeln und für ausreichende Luftfeuchtigkeit sorgen. Besonders wichtig ist dies für Kinder, weil ihre Körper einen höheren Wasseranteil als Erwachsene haben und ihre Körperflüssigkeit durch mehr Bewegung schneller verdunstet.

Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Mit einem Hygrometer ist dieser Wert ganz einfach zu überprüfen.

4. Hilfe, ich bin allergisch: Belastung durch Pollen

Etwa 20 bis 25 % der Kinder und Jugendlichen haben chronische Allergien – Tendenz steigend. Tränende Augen, eine verstopfte Nase, Schwellungen als Symptome der Pollenallergie können das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen, was sich negativ auf das Lernen auswirkt. Und die Zeit des stärksten Pollenflugs fällt genau in die Prüfungsphase.

Da kann es helfen, mobile Raumluftfilter mit hochwertigen Filtersystemen einzusetzen, Pollenschutzgitter an den Fenstern anzubringen, vor dem Schlafengehen zu duschen und die Haare zu waschen, die Räume häufig zu saugen und feucht zu wischen, reichlich zu trinken, um die Schleimhäute zu befeuchten und die Symptome zu reduzieren. Lüften sollte man bei Allergien am besten früh morgens, abends oder bei Regen, wenn die Pollenkonzentration niedriger ist.

5. Hitze meiden: die angenehme Lern-Temperatur

Zu warm sollte es beim Lernen nicht werden. Die ideale Raumtemperatur beträgt 19 bis 22 Grad. Scheint die Sonne auf den Arbeitsplatz, unbedingt Jalousien an den Fenstern anbringen. Das ist ein willkommener Blend-, aber auch Hitzeschutz. Noch effektiver sind Außenjalousien, um zu starke Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Dementsprechend heißt es „cool down“ – und positiven Prüfungsergebnissen steht hoffentlich nichts mehr im Wege …

Quellenverweis: *Science 16 Feb 2018, McDonald et al./ **Diplomarbeit „Luft als Lebensmittel“, HBLVA für chemische Industrie, Rosensteingasse 79, 1170 Wien, Uzeiroski, Wagner, Zivkovic, 2017 / 3 Wargocki, P.; Wyon, D. P.: Research report on effects of HVAC on student performance. ASHRAE Journal, Oktober 2006, 22-28.