Schule & Büro

Der Zusammenhang zwischen einer optimalen Raumluftqualität und dem Wohlbefinden ist unumstritten. Es besteht daher auch ein Zusammenhang zwischen der optimalen Raumluft und der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Das Gehirn benötigt viel Sauerstoff zum Konzentrieren und zum Lernen. Daher ist es sinnvoll, dass gerade in einer Büro- und Schulumgebung für genügend Frischluft gesorgt wird.

Schule

Schülerinnen und Lehrerinnen verbringen ca. 30–50% ihrer Tageszeit in der Schule. Die Schule ist auch ein Arbeitsraum für SchülerInnen und daher brauchen auch sie optimale Raumluftbedingungen, um ihr Lernvermögen optimal entwickeln zu können. Studien zeigen aber, dass die Raumluft in Kindergärten und Schulen durch nicht ausreichende Belüftung mit Schadstoffen angereichert werden. Dadurch entsteht eine vielfach höhere Belastung als im Aussenbereich. Daher ist die erste und wesentliche Massnahme zur Verbesserung der Innenraumluftqualität ein ausreichendes und den Nutzungsbedingungen angepasstes Lüften der Räume.

Der Luftsprung Schulwettbewerb für das Schuljahr 2017/18 ist entschieden. Wir haben viele, viele tolle Rücksendungen von euch erhalten und die Auswahl, wer gewinnt, ist uns wirklich schwer gefallen. Hier dürfen wir euch nun die Siegerzeichnungen zeigen:

Wien, BHAK 10, 4bk, Anna Liu

Vblg, VS Klöserle, Madeleine, 4 Stufe

Tirol, Innsbruck, HBLA, Alexander, 1 KOL

Stmk NMS St Stefan ob Stainz Marianne 3b

Sbg Holztechnikum Kuchl, Florian

Oberösterreich, VS St Stefan, Ina, 4 Klasse

Niederösterreich, Wiener Neustadt, NMS für Wirtschaft und Technik, Melanie, 4n

Kärnten, NMS Griffen, Liam, 2A

Burgenland, NMS Güssing, Victoria, 3a

Alle Infos: Das waren die Teilnahmebedingungen Luftsprung

Klassenzimmer sind wegen der regelmäßigen und stundenlangen Aufenthaltsdauer von SchülerInnen und LehrerInnen hinsichtlich ihrer Schadstoffkonzentration (wie zum Beispiel CO2, Feinstaub etc.) in der Klassenraumluft besonders kritisch zu betrachten. Die Raumluftqualität hängt unter anderem auch von der Nutzungsfrequenz (Zahl der Schüler, Häufigkeit der Raumnutzung), der Raumgröße und der Art der Raumnutzung ab.

Zumeist wird während den Unterrichtsstunden das Fenster aufgrund von störenden Faktoren wie Lärm oder Unruhe gar nicht geöffnet. Außerdem werden die Fenster nach dem Unterricht geschlossen und bleiben dies auch bis zum nächsten Morgen. Es wird keine Nachtlüftung oder Lüftung in den frühen Morgenstunden praktiziert. Die Pausen selbst sind für eine ausreichende Durchlüftung oft zu kurz und so verbringen die SchülerInnen oft viele Stunden in einer schlechten Raumluft. Dadurch leidet das Lernvermögen und die Konzentrationsfähigkeit. Die SchülerInnen ermüden dazu noch viel schneller.

Tipps für eine bessere Luft im Klassenzimmer

  • Regelmäßige Reinigung, um die Staubbelastung zu vermindern
  • Klassenzimmer sollten zwei- bis dreimal wöchentlich feucht gereinigt werden, wobei – neben dem Fußboden – auch die Stühle und Tische zu reinigen sind
  • Lüften, lüften, lüften: Für eine Verringerung der Schadstoffkonzentration in der Innenraumluft in der Klasse sowie eine ausreichende Frischluftzufuhr ist eine effektive Lüftung unerlässlich. Jede Stunde „Lüftungspausen“ einlegen (Stoßlüftung).
  • Die Lüftungssysteme sind regelmäßig zu warten (Filterwechsel, Kontrolle der Lüftungsschächte auf Sauberkeit und Dichtheit).
  • Zur besseren Regelung der Raumtemperatur für Sonnenschutz an den Fenstern sorgen
  • Darauf achten, dass die Klasseneinrichtung keine Schadstoffe und schädlichen Dämpfe abgibt (Möbel, Bodenbelag, Anstriche, Lacke etc.)
  • Weitere Maßnahmen siehe untenstehende Schulempfehlungen

Schulempfehlungen

Gemeinsam mit dem Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Forschung haben wir Empfehlungen und Richtlinien für eine bessere Luft in Klassenräumen erarbeitet. Diese stehen als Download zur Verfügung:

Empfehlungen für LehrerInnen
Informationen für die Schulleitung

Büro

Ein angenehmes Raumklima und eine gesunde Raumluft schaffen eine wesentliche Voraussetzung für Wohlbefinden am Arbeitsplatz, Gesundheit sowie gute Leistung. Damit sich die Beschäftigten in Arbeitsräumen wohl fühlen, sollte ein thermische Behaglichkeit herrschen – d.h. wenn Menschen mit der Lufttemperatur, der Luftfeuchtigkeit, der Luftbewegung und Wärmestrahlung im Raum zufrieden sind und weder wärmere noch kältere, weder trockenere noch feuchtere Raumluft wünschen.

Ein angenehmes Raumklima schafft eine wesentliche Voraussetzung für Wohlbefinden am Arbeitsplatz und Gesundheit und führt zu besseren Leistungen und geringeren Krankenständen. Zum guten Raumklima im Büro und in Arbeitsräumen gehören die Temperatur, die Art der Beheizung, die Luftfeuchtigkeit, die Luftbewegung, der Schadstoffgehalt in der Raumluft aber auch Elektrosmog, Lichtverhältnisse und Lärm beeinflussen die Raumluft in Arbeitsräumen. Gerade aber in Büroräumen leiden viele unter juckenden Augen, Verspannungen und Schnupfen. Schuld daran ist oftmals eine zu trockene und zugige Luft im Büro. Man spricht auch vom sogenannten „Sick-Building-Syndrom“. Dabei wirken sich schlechtes Raumklima, verunreinigte Luft, Ausdünstungen von Geräten, Lärm, falsche Beleuchtung und stressige Arbeitssituationen zusammen aus.

Tipps für eine bessere Luft im Büro

  • Freimachen eines Fensters zum Stoß- oder Querlüften (gekippte Fenster sind zumeist nicht ausreichend)
  • Kopierer, Drucker etc. in Nebenräume auslagern (Ozon- und Staubemission sowie Elektrosmog) und sich nicht unnötig lange im Kopierraum aufhalten
  • Kontrolle der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit (21 bis 22 Grad bei sitzender Tätigkeit und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40-60% sind anzustreben)
  • Aufstellen von CO2 Messgeräten zur Frischluftkontrolle
  • Überprüfung der Raumausstattung hinsichtlich möglichen Schadstoffausstößen (Büromöbel, Bodenbeläge, Wandanstriche, Vorhänge, Fenster etc.)
  • Luftzug bei z.B. Klima- und Belüftungsanlagen minimieren
  • Pflanzen aufstellen: Optimal sind Sorten, die viel Wasser verdunsten und große Blattflächen haben
  • Und natürlich sollte im Büroraum nicht geraucht werden – extra Rauchermöglichkeiten schaffen bzw. Rauchverbot
  • Wenden Sie bei der Bildschirmarbeit Ihren Blick jede Stunde ca. fünf Minuten vom Monitor ab. Blinzeln Sie dabei mehrmals stark. Damit regen Sie die Produktion der Tränenflüssigkeit an.

Aber auch bei optimalem Raumklima im Büro kann es zu trockenen Augen kommen: Das sogenannte „Office Eye Syndrome“ tritt auf, wenn man zu lange und ohne Pause am PC arbeitet. Der starre Blick auf den Monitor verringert die Zwinker-Häufigkeit und dadurch gelangt weniger Tränenflüssigkeit auf das Auge.

Beachten Sie dazu auch unsere Broschüre „Gesunde Raumluft, gesunde Augen