Fachbeitrag von unserem Plattformpartner Wienerberger, DI Alexander Lehmden, zum Thema Gesundes Bauen

Frühlingszeit ist „Häuslbauer-Zeit“

Mit der warmen Jahreszeit fällt auch heuer wieder der Startschuss für die Bau- und Sanierungs-Saison. Gesunde Raumluft beginnt dabei schon bei der Planung eines Neu- oder Umbaus. Die Aspekte Energieeffizienz, gesundes Bauen und Verarbeitung stehen beim Hausbau und der Wohnungssanierung meist ganz oben. Für ein gesundes Lebensumfeld spielt aber die Qualität der Innenraumluft eine
ausschlaggebende Rolle.

„Die Schadstoffbelastung in Innenräumen – etwa durch Allergene, Feinstaub oder Formaldehyd – stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Neben BefindlichkeitsStörungen wie Kopfschmerzen und Müdigkeit können diese auch die Ursache ernsthafter Erkrankungen sein, z.B. Schädigungen der Atemwege, Herz- Kreislaufprobleme oder Krebserkrankungen. Umso wichtiger ist es, beim Hausbau auf die Wahl gesunder Baustoffe zu achten“ so Mag. Brigitte John-Reiter Geschäftsführerin Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Projektleiterin des neu gegründeten „Kompetenz|Zentrum Gesundes Bauen“.

Anorganische Baustoffe wie Ziegel belasten die Raumluftqualität in der Regel nicht. Da es sich um mineralisches Material handelt, verursachen diese Naturbaustoffe keine relevante Schadstoffbelastung. Vielmehr haben sie durch ihre Fähigkeit, Schadstoffe und Wasserdampf aufzunehmen, eine positive Wirkung auf die Innenraumluftqualität.

Trend zur „luftdichten“ Bauweise

Eine suboptimale Raumluft ist in vielen Fällen auf die vorhandene Bausubstanz und auch auf die Einrichtung der Wohnungen zurückzuführen, die Schadstoffe an ihre unmittelbare Umgebung abgeben. Aufgrund der modernen, luftdichten Bauweise und falscher Baustoff- und Einrichtungswahl steigt so die Schadstoffkonzentration schnell auf ein gesundheitsgefährliches Niveau: „Moderne Gebäude haben eine wesentlich dichtere Gebäudehülle als früher. Der Austausch mit der Außenluft ist dadurch um ein 10faches geringer als noch vor 20 Jahren. Dies führt zu einer enormen Anreicherung von Schadstoffen in Innenräumen. Die energiesparend errichteten und sanierten Gebäude leisten zwar einen wichtigen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz, entpuppen sich aber bei fehlender oder falscher Lüftung als gesundheitsschädigende Schadstoffkäfige für den Einzelnen“, so Alexander Lehmden, Internationales Produktmanagement Wienerberger AG, einem Plattformpartner.

Einfluss der Bausubstanz zeigt sich auch bei den MeineRaumluft-Schulmessungen Auch auf das Innenraumklima wirken sich anorganische Baustoffe positiv aus. Die Diffusionsoffenheit dieser Baustoffe besitzen beispielsweise eine feuchtigkeitsregulierende Wirkung: Ist es feucht, entziehen sie der Umgebung Feuchtigkeit. Bei Trockenheit geben sie die Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Dies zeigte sich bei Messungen, die die Plattform MeineRaumluft 2012 in über 1.000 Schulklassen durchführte. So waren hier die Werte der Luftfeuchtigkeit bei Ziegelbauten signifikant besser als bei anderen Baustoffen.